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Burg

Willkommen im Mittelalter

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Almourol

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as Bild zeigt die Burg mit Blick vom Fluss Tagus, die Granitvorsprünge der Insel und den gut 20 Meter über den Fluss ragenden Hügel und die halbrunden Befestigungen.

Die Burg Almourol ist eine mittelalterliche Burg, die sich auf einer kleinen Insel in der Mitte des Flusses Tagus befindet, und gehört zum Bezirk von "Praia do Ribatejo", 4 Kilometer von der Gemeinde Vila Nova da Barquinha, in der portugiesischen Zentralregion. Die Burg war Teil einer Verteidigungslinie, die von den Tempelrittern kontrolliert wurde und eine Festung die während der portugiesischen Reconquista genutzt wurde.

GESCHICHTE
Es wird angenommen dass die Burg an der Stelle eines lusitanischen Castrum errichtet wurde, welches später während des 1. Jahrhunderts v. Chr. von den Römern erobert wurde. Es wurde später von aufeinanderfolgenden Kräften verändert und ausgebaut, wie den Alanen, Westgoten und Mauren, aber es ist unklar wann die heute bestehende Burg angelegt wurde. Während Grabungen die in den inneren und äußeren Befestigungen durchgeführt wurden, kamen zahlreiche Zeugen der römischen Besatzung zu tage, wie Münzen und römische Fundamente, wie auch mittelalterliche Reste wie Medallien und 2 marmorne Säulen, die in der Nähe der Burg entdeckt wurden.

Die Burg Almourol ist eine der symbolhaftesten und schönstgelegensten mittelalterlichen Monumente der Reconquista, und bestes Beispiel für den Einfluss der Tempelritter in Portugal. Als sie 1129 von dem portugiesischen Adel loyal ergebenen Truppen von den Mauren erobert wurde, war sie als Almorolan bekannt. Die Burg wurde in die Obhut von Gualdim Pais, dem Meister der Tempelritter in Portugal gegeben, der es wieder aufbauen ließ. Der Wiederaufbau begann 1171 (nach der Inschrift über dem Haupttor) und wurde in den folgenden Jahren weitergeführt.

Als der strategische Wert verloren ging, wurde die Burg verlassen und verfiel nach und nach zu einer Ruine. Im 19. Jahrhundert ändert sich die Sichtweise auf die Burg im Zuge der Romantik, was schließlich zu Veränderungen in den 40iger und 50iger Jahren des 20. Jahrhunderts, wie das Hinzufügen von Zinnen und Befestigungen, deren archäologischen Befunde sehr zweifelhaft sind.

So wurde der Wehrgang, verschiedene Mauerstücke und das Bodenpflaster mit kleinen Flussteinen wieder in Stand gesetzt, aber auch der besondere Reiz des Bergfrieds zerstört. Auch durch die Nutzung der Burg als offizielle Residenz der portugiesischen Republik zwischen 1940-1950 und durch den Anschluß an das Stromnetz kamen weitere bauliche Veränderungen dazu.

In 1996 fanden die letzten Instandsetzungsarbeiten an der Burg statt. Aber schon in 2004 zeigte die Burg durch den Eintritt von Wasser in das Mauerwerk leichte Verfallerscheinungen an verschiedenen Mauerabschnitten.

ARCHITEKTUR
Die Burg erstreckt sich auf einem 18 Meter hohen Granitsockel, sie ist ca. 310 Meter lang und 75 Meter breit. Sie liegt inmitten des Flußes Tagus, knapp unterhalb des Zusammenflußes mit dem Zêzere vor der Stadt Tancos. Obwohl der Zugang zu diesem portugiesischem Nationaldenkmal kostenlos ist, müssen Besucher einen kleinen Obulus für die Überfahrt mit einem Boot zahlen (Da dies der einzige Weg auf die Insel ist!)
Die Form besteht aus einem unförmigen rechteckigen Grundriss mit zwei Innenhöfen, der äußere und untere zeigt flußaufwärts mit einem Ausfalltor, flankiert von neun runden Türmen. Der Innere liegt höher, dessen Mauern komplett vom Haupttor bis zum Begrfried begehbar sind. Der Bergfried ist drei Stockwerke hoch und besitzt noch die Originalstützen, die den ursprünglichen Dachstuhl getragen haben. Die übrigen Türme haben einen unregelmäßige Form aufgrund des unförmigen Terrains. Der Bergfried ist tatsächlich eine Innovation bei dieser Burg, wie sie im 12. Jahrhundert auch bei der Burg von Tomar zu finden ist, die Haupt-Rückzugsfestung der Templer in Portugal. Genauso die Wachtürme waren Neuerungen die ebenfalls vom Orden in den westlichen Teil der Iberischen Halbinsel gebracht wurden, und Anwendung in Almourol fanden.

Das Innere ist durch zahlreiche Steinerne Durchgänge geteilt, die die verschiedenen Bereiche der Burg miteinander verbinden. Zwei Inschriften markieren die Geschichte der Burg, wie auch den Wiederaufbau durch Gualdim Pais (über dem Haupttor), wie auch die christliche Geschichte (Ein Kreuz über einem offenen Fenster des Bergfrieds).

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Neuigkeiten

- Letzten Sommer (2011) war der Bergfried leider ab Mai nicht zu betreten, da dort eine Wespenplage vorherrscht, es bleibt abzuwarten wie es dieses Jahr wird.

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